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(M)ein Leben mit Hund

(M)ein Leben mit Hund 29. November 20176 Comments

Viele von euch wissen mittlerweile, dass ich einen Hund habe. Da er einer der Hauptbestandteile meines Lebens ist, möchte ich ihm hier auf meiner Website einen Platz widmen, wo sich alles rund um unser gemeinsames Leben und die Dinge, die wir so erleben, dreht!

Nils aka Alf – der Außerirdische

Sein Name ist Nils und werde ich gefragt, wie er aussieht, so antworte ich jedes Mal mit „Kennst du Alf – er sieht genau gleich aus“. Mein Nilsi sieht wirklich lustig aus und ich als sein Frauli gehe sogar so weit zu behaupten, dass er so gut wie immer lächelt – ein fröhlicher kleiner Mann eben.
Wir sind nun seit über 10 Jahren ein unschlagbares Team und er stellt den größten Reichtum meines Lebens dar! Natürlich macht er mich ganz oft auch echt wahnsinnig, aber ich kann euch gar nicht sagen, wie oft und viel ich über ihn lachen muss! Ich wollte wirklich schon IMMER einen eigenen Hund haben. Und ich konnte nie verstehen, warum meine Eltern mir diesen einen Wunsch immer abschlugen. Heute hingegen kann ich sagen, dass ich durchaus nachvollziehen kann, warum sich meine Eltern das nicht angetan haben – denn damals wäre wirklich all die Arbeit und der Zeitaufwand, den ein Hund nun mal mit sich bringt, bei ihnen gelandet.

Wie alles begann…

Als ich nach Wien zog, lebte ich in einer großen 4er Mädels-WG. Bitte keine Vorurteile – es war eine meeega gute und lustige Zeit und ich möchte keine einzige Sekunde davon missen!
Nun ja, eine WG bringt aber auch mit sich, dass MitbewohnerInnen kommen und gehen. So war es auch bei uns. Eines Tages telefonierte ich mit einer meiner langjährigsten Freundinnen und sie offenbarte mir, dass sie aus dem Studentenheim aus – und in eine WG einziehen wollte. Sie besaß, und besitzt auch heute noch, die kleine und süße Mini-Windhündin Lola, welche sie aus Mallorca vor dem sicheren Tod rettete. Also traf sich das gut, denn wir hatten wiedermal ein Zimmer frei. Und so zogen die beiden Hübschen bei uns ein. Ich freute mich so, denn endlich konnte ich mehr Zeit mit meiner Freundin verbringen und zum anderen aber auch erfahren, wie das Leben mit Hund eigentlich aussieht.
Lola war schon immer eine sehr schreckhafte und zurückhaltende kleine Dame. Doch sie spürte irgendwie, dass sie vor mir keine Angst haben musste und so freundeten wir uns immer mehr an – was meinen Wunsch nach einem eigenen kleinen Vierbeiner natürlich unterstrich 😊 Ich fing also an, mich im Internet schlau zu machen – denn auch ich wollte unbedingt eine Fellnase retten und nicht unbedingt einen Rassehund kaufen. Zugegebenermaßen war mein ursprünglicher Wunsch ein Mops namens Manfred. Doch als ich mich einlas und herausfand, dass diese armen kleinen zerquetschten Gesichtlein vor allem im Sommer an wahnsinniger Atemnot leiden, entschied ich mich dagegen. Ich wusste einfach, dass ich damit nicht zurechtkommen würde, denn es hätte mir mein Herz gebrochen, wenn ich meinem geliebten Manfred beim Leiden zusehen hätte müssen.

Welcher Hund passt eigentlich zu mir? Eine wichtige Frage, die ich gekonnt ignorierte

Nach wochenlanger Recherche entschied ich mich dafür, einen Welpen aus der Tierrettung zu nehmen. Es war mir wichtig, dass ich einen Welpen bekommen würde, denn als angehende Hundebesitzerin ohne jegliche Erfahrung wollte ich um jeden Preis verhindern, mir möglicherweise einen „Problem“ – Hund (dieses Wort mag ich gar nicht, denn in 99% der Fälle ist der Mensch das Problem) zu holen, dem ich schlicht und ergreifend nicht gewachsen war. Und was dann? Man kann das arme Tierchen doch nicht einfach zurückgeben wie ein Stück aus dem Kleiderkasten, welches einem nun doch nicht mehr gefällt! Und so wurde es ein Welpe aus einer tschechischen Tiertötungsstation. Diese hatte mehrere Pflegestellen in und um Wien eingerichtet, wo die geretteten Seelen auf ein neues und glückliches Zuhause hoffen durften. Also fuhren Natascha (das ist meine Freundin, die mit Lola bei uns eingezogen ist) und ich mit der U-Bahn los, um uns ein paar Welpen anzusehen. Sie wurden als Chihuahua-Rehpinscher bezeichnet und ich dachte mir damals eben, dass ein kleiner Hund in der großen Stadt Wien vielleicht besser wäre. ABSOLUTER BLÖDSINN, denn in Wahrheit geht es jedem Hund –  egal wo – gut, solange er seinen benötigten Auslauf und ganz viel Liebe bekommt.
Was ich aber schon anmerken möchte (denn ich selbst habe das nicht getan): man sollte sich sehr wohl ausführlich informieren, welche Art von Hund zu einem persönlich passt. Nils ist ein relativ hektischer und aufgeregter Hund. In stressigen Situationen (Straßenbahnen, U-Bahnen, größere Menschenmengen, das Fahren auf Rolltreppen) steckt er mich mit seiner nervösen Art an, was letzten Endes dazu führt, dass wir uns gegenseitig aufschaukeln und das ist für uns beide sehr anstrengend und bestimmt auch nicht ganz gesund. Er ist auch sehr fordernd und will IMMER unterhalten werden. Ich hingegen komme jedoch oftmals müde und ausgelaugt von der Arbeit nachhause und habe dann – da will ich ganz ehrlich sein – einfach keine Lust mehr, ihm 100 Mal sein Qietschpuppi zu werfen. Sollte also jemand von euch ernsthaft darüber nachdenken, sich einen Hund zuzulegen, dann lest Bücher oder recherchiert im Internet – und das ausgiebig. Ein kleiner Tipp von mir, den ich im Nachinein betrachtet einfach sehr, sehr wichtig finde und damals gekonnt ignoriert habe 😉

Das ist bestimmt kein Chihuahua-Rehpinscher! NIEMALS!

Wir kamen irgendwo ziemlich am Rande Wiens in einer großen Wohnsiedlung an. Als wir dann die Zielwohnung erreichten, kamen uns auch schon 2 ziemlich aufgeregte und aufgeweckte Welpen und deren Ziehmutti (ein Zwergpinscher) entgegen. Ich nahm erst den einen Welpen auf den Arm, doch irgendwie spürte ich, dass er es nicht war – denn er wollte unbedingt zu Natascha. Erst war ich ein wenig enttäuscht, doch es heißt nicht umsonst, dass sich ein Hund sein Herrchen/Frauchen aussucht. Und so ist es auch, denn plötzlich spürte ich die winzigen Pfoten eines kleinen Fellballs auf meinen Füßen. Ich bückte mich nach unten und hob diesen kleinen Frechdachs, der bereits wie ein wilder meine Schuhbänder bekämpfte, auf. Eines kann ich euch sagen: zu diesem Zeitpunkt war es vorbei, es war um mich geschehen und ich wusste, dass ich nicht ohne Hund wieder nachhause fahren würde. Von nun an hatte dieses kleine Fellknäuel einen Namen – NILS.
Er schaute mich mit seinen Kulleraugen an, schleckte mir über mein Gesicht und bekämpfte alles, was ihm in die Quere kam. Und wie lustig er aussah – er war komplett schwarz, doch um seine Augen herum war er beige und sah aus, als würde er – wie ein Hochschulprofessor – eine Brille tragen. Und mit Chihuahua-Rehpinscher hatte das rein gar nichts zu tun!
Als wir dann gingen, Nilsi im Gepäck, passierte noch etwas Lustiges: ich wollte ihn gerade hochheben, da kam seine Ziehmutti um die Ecke, pinkelte ihn an und flitzte dann davon. Mir kam es vor wie eine Message an ihn und mich: „Das ist meine Revanche für all den Blödsinn, den du so gemacht hast. Und du, neues Frauli, sollst wissen, dass er mein Bub war“. Klingt vielleicht seltsam, aber ich habe es zumindest so interpretiert 😊

Nun ist er seit über 10 Jahren mein treuer Begleiter. Im Alter wurde er zu meinem Schatten, denn er verfolgt mich wirklich auf Schritt und Tritt. Er muss eben überall dabei sein und in gewissen Dingen wurden und sind wir uns wohl sehr ähnlich 😊 Man wächst zusammen, bewältigt alle Höhen und Tiefen gemeinsam. Er half mir aus tiefen Krisen – einfach auch, weil ich Verantwortung für ihn hatte und mich darum kümmern musste, dass er Bewegung und Abwechslung bekommt. Jedes Mal, wenn ich weinen muss, bringt er mir irgendetwas zum Spielen (meistens getragene Socken, was ein bisschen ekelhaft ist) und damit reißt er mich aus der Situation – ich denke, dass ich ihm genau dafür am dankbarsten bin! Er macht mein Leben besser und ich weiß einfach jeden Tag aufs Neue, dass ich ihm ein gutes und glückliches Leben bieten kann. Das ist ein unbezahlbares Gefühl und es macht mich zutiefst glücklich! Denn genau DAS hat er verdient!

Wie ich mein Leben gemeinsam mit Hund, Arbeit, damals Studium, Urlauben und anderem so organisiere, erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag zum Thema bun_themDog!

☆bun_themup☆

6 comments

  1. Liebe Magdi ich finde deinen Blog total zauberhaft, man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen! ich werde also immer wieder auf deiner Website vorbeischauen! Herzliche Grüße Barbara PS du bist übrigens eine wunderschöne und tolle junge Frau geworden kannst echt stolz auf dich sein!

    1. Liebe Barbara!
      Vielen lieben Dank für deine netten und schönen Worte ❤️ Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut und hoffe, du schaust ab und an hier vorbei 😊
      Ganz liebe Grüße,
      Magdi

  2. Soo eine schöne Geschichte mit dem kleinen Nilsi!
    Witzig woran du dich noch alles erinnern kannst 😀 das mit der pinkelnden Ziehmama hätte ich schon vergessen, hahahaha! Schön, dass du ihn hast! Ihr seid ein tolles Team… Bis bald, Bussi

    1. Mosiiii!!!
      Tja, diese Erinnerungen bleiben mir sicher ewig! Wie wir dann mit Nilsi in der Handtasche wieder nachhause gefahren sind ♥ Das war einfach so witzig! Und Irenes Gesichtsausdruck, als er dann da war. Und du hast gesagt “duschen wir ihn gleich, weil jetzt steht er eh schon unter Schock” 😂 Das war einfach alles so gut!
      Du und Lola seid auch unschlagbar!! Viele Bussis und bis bald!

  3. 🙌♥🐶sooo toll meine süsse! Hab gerade deine neue Website sehr ausgiebig durchstöbert, gelesen etc.
    Brutal, hammer geil geworden. So professionel, super Bilder, tolle Beiträge, interessante Themen! Fantastic! Be proud of you! Drück dich! Allerliebste Grüsse Ramona😘

    1. Meine Süüüüüße – DANKE!!! Für deine lieben Worte, die Motivation, die du mir damit gibst und vor allen Dingen deinen Support! Du bist seit meinen Anfängen dabei und ich freue mich jedes Mal über eine Nachricht, deine Kommentare sowie deine Likes zu meinen Beiträgen! Ich danke dir von Herzen ♥︎

      Ich drück dich auch ganz fest!!

      ☆☆☆

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