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Ein Liebesbrief ♥

Ein Liebesbrief ♥ 14. Februar 20184 Comments

Heute geht es hier auf bunthemup.com um das Thema LIEBE. Das war nicht geplant, denn ich bin kein besonderer Fan des Valentinstags. Aber irgendwie hat sich das so ergeben und ich finde es, je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso passender, diesen Beitrag heute hochzuladen.
Entstanden ist meine Idee dieses Liebesbriefes aus einem Gefühl heraus… Am vergangenen Wochenende bin ich ganz bald in der Früh aufgewacht, habe mich an mein Mandl gekuschelt (er war der kleine Löffel🤗) und es gespürt: dieses unfassbar mächtige Gefühl grenzenloser Liebe. Das passiert mir ziemlich oft, seit er in meinem Leben ist. Und er hat mich gelehrt, es auch endlich rauszulassen und zu leben – egal, ob in Worten oder Taten, ich liebe unsere Liebe und sie hat mir in den vergangenen mehr als 3 Jahren eine so unfassbare Kraft gegeben, sodass ich heute ein glücklicher & verliebter Mensch bin. Wer hätte das gedacht…

“Die Coole” raushängen lassen – was für eine Blödsinnigkeit…

Aus meinen oben gewählten Worten lässt sich wahrscheinlich bereits vermuten, dass ich die Liebe nicht immer in diesem Ausmaß leben konnte – im Gegenteil: sie bereitete mir, um ehrlich zu sein, eine scheiß Angst und ich wollte und konnte sie nicht zulassen. Zu groß war die Angst vor Enttäuschung und davor, verletzt zu werden. Zu unsicher ging ich die Sache an, denn ich verspürte immer dieses Gefühl fehlender Sicherheit. Für mich war die Liebe die längste Zeit ein Kräftemessen, eigentlich ein Katz und Maus Spiel. Sie bedeutete immer ein gewisses Maß an Macht, welche man je nach Lust, Befinden, Laune und Tagesverfassung ausspielen konnte. Eben so, wie man sie eben gerade brauchte. Gefühle zu erwidern, sie an mich heranzulassen, das war nahezu ein Ding der Unmöglichkeit! Sich fallen zu lassen, die Verantwortung abzugeben und die Gefühle ihren Job erledigen zu lassen, das konnte ich nicht.
Ich habe mich, und in weiterer Folge auch meine Partner, belogen. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich das riesengroße Glück hatte, wirklich IMMER liebe Partner an meiner Seite gehabt zu haben. Es gibt keinen einzigen, über den ich auch nur ein schlechtes Wort hätte verlieren können, denn sie alle waren wunderbar! Doch sie konnten mir eben das für mich wichtigste Element in Zusammenhang mit der Liebe nicht geben: Sicherheit. Das mache ich ihnen in keinster Weise zum Vorwurf, denn vielleicht haben sie genau das getan – auf ihre individuelle Art – doch ich konnte es nicht fühlen und demzufolge hatte ich immense Schwierigkeiten, mich in ihren Armen einfach mal fallen zu lassen.

Wenn ich sage, ich habe sowohl meine Partner als auch mich belogen, dann meine ich damit, dass ich eine Rolle gespielt habe, vergleichbar mit einer Schauspielerin, die für einen Film die ihr zugeschnittene Rolle auswendig lernt, und nie wirklich ich war: ich habe die Coole raushängen lassen. Ich habe also behauptet, ich könnte mit kleinen Aufmerksamkeiten (Blumen, ein Überraschungsei von der Tanke, etc.) nichts anfangen, würde nichts darauf geben. Ich habe behauptet, es würde mich in keinster Weise stören, wenn mein Partner mit seinen Freunden um die Häuser zieht und ich nicht dabei wäre. Ich habe wehement wiederholt, dass ich niemals mit einem Mann (außer meinem Bruder) gemeinsam in eine Wohnung ziehen würde. Und zu guter Letzt habe ich davon gesprochen, dass das Thema Hochzeit niemals ein Thema für mich wäre – denn dadurch würde man das eigene Leben aufgeben und sich zum Eigentum eines anderen Menschen machen. Was ich davon tatsächlich so gemeint habe, wie ich es gesagt habe: NICHTS. Ich dachte vielleicht, dass ich so ticken würde, doch wenn man sich etwas lange genug einredet, glaubt man irgendwann tatsächlich daran und genau so war das bei mir. Und ich kann genau das guten Gewissens von mir behaupten, denn in so etwas bin ich ein Profi😉. Ich verlangte also plötzlich doch mal Blumen, habe wie eine Wildgewordene gesponnen, wenn mein Freund es tatsächlich wagte, ohne mich auszugehen – habe mit Trennung und anderen unschönen Dingen gedroht. Ohrfeigen könnte ich mich heute dafür! Denn ich habe sie alle in eine Ecke gedrängt, in der niemand stehen will: die Ecke des Prangers, in der man tun kann, was man will – es ist ohnehin nicht “richtig genug” oder, die Steigerung und der Höhepunkt jeder Eskalation, es sei sowieso alles komplett falsch. Auch wenn das alles kein einziger meiner Ex-Partner lesen wird, möchte ich mich hier der Vollständigkeit halber doch sehr gerne öffentlich für meinen Wahnsinn entschuldigen! Ich wusste es eben damals noch nicht besser…

Das alte ICH in eine Schachtel gepackt und im letzten Eck meiner Vergangenheit verstaut

Vor etwas mehr als 3 Jahren habe ich mich dann von meinem damaligen Freund getrennt. Es war, seit ich nach Wien gezogen bin, die 3. oder 4.Fernbeziehung. Ich bin zwar sehr dankbar für diese Erfahrungen. Doch heute, als erwachsene Frau im Leben angekommen, muss ich zugeben, dass ich absolut kein Mensch für Fernbeziehungen bin. Warum? Weil ich Sicherheit brauche. Das heißt nicht, dass mein Partner permanent um mich herumschwanzeln (etwas zweideutig in diesem Zusammenhang🙊) muss. Denn ich bin ein Mensch, der sich gut und gerne mit sich selbst beschäftigen kann. Doch ich brauche die Gewissheit, dass mein Partner örtlich da oder zumindest in der Nähe ist, sollte etwas eben mal nicht ganz nach Plan verlaufen. Das können Einflüsse aus dem Alltag, dem Arbeitsleben oder aber der eigenen Gedankenwelt sein. Ich tue mir wahnsinnig schwer mit der Kommunikation via Telefon, brauche in solchen Situationen körperliche Nähe und das Gefühl von, Kitsch olé, Geborgenheit. Anders funktioniere ich nicht und anders funktioniert es auch in einer Beziehung mit mir nicht.

Die Trennung verlief reibungslos, denn um ehrlich zu sein wussten wir beide schon eine ganze Zeit lang, dass unsere Geschichte bald zu Ende geschrieben war. Hier gibt es auch einen wunderbaren Spruch, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich nicht in der ersten, sondern der letzten Begegnung…

Wir haben uns einvernehmlich getrennt und es gab auch keine schlechte Nachrede (zumindest nicht, dass ich wüsste). Wir machten “einfach” beide weiter. Also fuhr ich 3 Wochen später gemeinsam mit meinem Bruder und seiner damaligen Freundin von Wien nach Salzburg, denn wir gingen zu einem Konzert unserer Lieblings-DJs Moonbootica. Kurz, bevor wir in Salzburg ankamen, merkte ich jedoch, dass mir die Trennung doch noch tief in den Knochen steckte. Ich hatte das Gefühl, ich wäre zu alt, um einen neuen Partner zu finden. Redete mir ein “jetzt is alles vorbei”. Das lag aber auch darin begründet, dass die Menschen in meinem Umfeld alle dem Hochzeits – und Babymarathon beitraten und ich somit dachte, all das wäre für mich ohnehin gelaufen. Zack, an dieser Stelle wäre es Zeit, Ohrfeige Nr.2 zu verteilen😂. Wie dem auch sei, meinem Bruder gelang es, mich doch noch zu motivieren und ich werde ihm ein Leben lang dafür dankbar sein, denn das war der Beginn meines neuen Lebens!
An diesem Abend begegnete ich Steve: dem tollsten, schönsten und inspirierendsten Menschen, den ich jemals getroffen habe. Er stand da mit zwei voll befüllten Gläser wildester Spirituosen und sprach mich an. Erst konnte ich ihn nicht zuordnen, wollte auch nicht so recht mit ihm sprechen. Das lag aber nicht an ihm, um Gottes Willen! Sondern daran, dass das Publikum in dem Lokal, in dem wir waren, den Gestalten in einer Geisterbahn ähnelte. Um euch nur ein Besipiel zu nennen: mich hat zuvor ein Typ angemacht, der im gesamten Oberkiefer lediglich ein Stück Zahn besaß. Und mit Stück meine ich tatsächlich Stück, denn nicht mal dieser eine Zahn war vollständig vorhanden…
Egal, Stevie hat sich Gott sei Dank nicht so schnell abwimmeln lassen und so kamen wir doch noch ins Gespräch. Und da war er: der Moment, in dem ich mich wohl unbewusst schon verliebt hatte. Ich – alt, unter Zeitdruck, in Selbstmitleid, dass eigentlich eh schon alles in meinem Leben vorbei ist – fragte ihn ziemlich direkt, wie es denn bei ihm mit Schmusen aussehen würde. Er nickte, wir schlugen ein und ja, den Rest könnt ihr euch denken… Wenn’s passt, dann passt’s, und genau das hat sich in all unseren weiteren, von da an gemeinsamen, Schritten bestätigt. Er zog ziemlich schnell mal nach Wien, dann eigentlich auch schon bei mir ein und seitdem gibt es uns und unsere Liebe. Mehr und mehr habe ich seitdem mein altes ICH in eine Schachtel gepackt und es im letzten Eck meiner Vergangenheit verstaut.

Ich liebe dich, weil…

Warum ich den Beitrag Liebesbreif nenne: mein Mandl, ich liebe es, dass wir gemeinsam lachen und weinen können! Ich liebe es, dass wir uns gegenseitig mit unserer höchst dramatischen Art in den Wahnsinn treiben! Ich liebe es, dass du dir immer so sicher warst, dass alles gut wird! Ich liebe dich dafür, dass du mich – trotz all meiner schlechten Eigenschaften, die ich am liebsten mit einem Tintenkiller auslöschen würde – akzeptierst und mir aus diesen nie einen Vorwurf machst! Ich liebe es, dass du dich entschuldigst, wenn du (selten, aber doch manchmal) einen Fehler gemacht hast! Ich liebe es, dass du mich auf eine unfassbar schöne und respektvolle Weise darauf aufmerksam machst, dass ich manche Dinge besser anders hätte angehen sollen und du mich damit zum Nachdenken anregst! Ich liebe es, dass wir in so vielen Momenten den absolut selben Schrott von uns geben und uns darüber köstlichst amüsieren! Ich liebe es, dass du mir gezeigt hast, wer ich wirklich bin und dass ich so vieles mehr kann, als ich jemals gedacht hätte! Ich liebe dich dafür, dass du mir einen differenzierten Blick auf die Dinge in meinem Leben ermöglichst, da du ein reflektierter und bedachter Mensch bist! Ich liebe es, wenn du mit unserem Nilsi so spielst, als wärst auch du ein Vierbeiner und sein bester Hunde-Kumpel! Ich liebe es, dass du dich selbst oftmals nicht zu ernst nimmst und herzhaft über dich lachen kannst! Ich liebe deinen Humor, der mich aus jeder brenzligen Lebenssituation rausreißt und zum Lachen bringt! Ich liebe dich für deine Vielseitigkeit, die es mir erlaubt, jeden Tag etwas Neues über dich und das Leben lernen zu dürfen! Ich liebe es, wie respektvoll du mit deinen Mitmenschen umgehst und nichts Unüberlegtes sagst oder tust! Ich liebe dich und ich liebe uns! Du bist der Grund dafür, dass ich glücklich bin. Du bist der Grund dafür, dass ich weiter an mir arbeiten und zufriedener werden möchte. Du bist mein Retter, denn ohne dich wäre ich verloren gewesen. Danke, dass du mir so viel Sicherheit in meinem Leben gibst und ich gelernt habe, Vertrauen zu schenken und einfach mal durchatmen zu können, ohne von Sorgen geleitet zu sein! Danke, dass du bei mir bist und auch nicht weggehst, wenn es schwierig wird! Du bist der tollste Mensch, den ich kenne!

❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

☆bun_themup☆

4 comments

  1. Ich freue mich wirklich wahnsinnig, dass Ihr Euch gefunden habt. Mit Stevie kannst Du so sein wie Du wirklich bist – eben Du selbst! Ich bin froh, dass Stevie ein Teil unserer Familie ist und ich habe Euch sehr lieb. Gratuliere zu diesem tollen Beitrag. Ich bin sehr stolz auf Dich, Dein großer Bruder! 😘😘😘

  2. Wunderschön…😍 So echt, PUR, gefühlvoll und Herz ergreifend!
    Ich war beim Lesen so gerührt als würd der Liebesbrief mich selbst betreffen. Ihr seids super ihr ZWEI ❤💙

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