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Fashion Psychology

Fashion Psychology 11. Juli 2018Leave a comment

Sodala, ich sitze hier auf meinem Platzerl, habe mir gerade den Mund gespült (ich weiß auch nicht, ich hab da so einen Tick und LIEBE Mundwasser – es ist einfach nur GEIEEEEEL) und aus meinem Handy dröhnen ganz laut die verschiedensten Lieder von Bilderbuch. Ist das eine geile Band!! Ein Wahnsinn!
Gut, jetzt das, worum es in meinem heutigen Beitrag tatsächlich geht: ich war ja heute beim Augenarzt und als ich da so saß und gewartet habe, dass ich endlich dran bin (diese Warterei – das is nix für mich), habe ich mir eine Frage gestellt: Warum schreibst du eigentlich nicht mal einen Beitrag, der GENAU DAS bedienen würde, weshalb du diesen Blog/dieses Journal eigentlich gegründet hast? Wer sich nun zurecht fragt: was genau ist das besagte DAS – hier eine “kurze” Erläuterung:

Was die Mode eigentlich alles kann

Wie die Überschrift bereits erahnen lässt, geht und ging es mir bei meiner Entscheidung, eine Website und damit verbunden einen Modeblog zu gründen, im Wesentlichen darum, eine Botschaft dessen, was Mode alles bewirken kann, zu euch nach “draußen” zu transportieren. Und ich sage euch etwas: sie kann so einiges! Ich durfte schon einige Male dabei sein und live miterleben, wie sich Menschen plötzlich um so vieles wohler als noch vor wenigen Minuten fühlten. Und das nur, weil sie (aus der modischen Perspektive betrachtet) etwas für sich gefunden hatten, das ihnen einfach unheimlich gut stand und eben ein positives Körpergefühl hervorrief, manchmal aus der dunkelsten Körpergefühls-Ecke, die schon total verstaubt und eingerostet war.

Mode & Zugehörigkeit

Nehmen wir mal folgendes Beispiel zur Hand: wenn man so durch die Straßen schlendert (egal, in welchem Land oder auf welchem Kontinent) und die Menschen, die so an einem vorbeihetzen, betrachtet, dann kann man rein anhand dessen, was diese so tragen, bereits erste Charakterschlüsse ziehen. Das bedeutet auf gar keinen Fall, dass diese Schlüsse auch immer richtig sind. Wir alle wissen: man bildet sich so unfassbar schnell ein Bild zu einer Person, welches dann – sobald man sich mit dieser Person ein wenig austauscht – möglicherweise ganz ein anderes ist. Vorurteile par excellence, haha! Was ich aber eigentlich meine ist, dass man anhand der Kleidung einer Person relativ rasch einschätzen kann, was diese so mag oder eben auch nicht mag. Bandshirts zum Beispiel: früher war das bestimmt noch anders, denn da gab es tatsächlich noch diese Hardcore-Fans (und das ist keine negative Wertung meinerseits, sondern ich habe gerade keine passendere Bezeichnung gefunden), welche außer Shirts ihrer Lieblingsband kaum ein “normales” T-Shirt besaßen. Im derzeitigen Mode-Zeitalter ist das Tragen derartiger Shirts jedoch meistens mit vorherrschenden Modetrends verbunden – auch ok. Aber es gibt auch immer noch diese besagten Hardcore-Fans, welche diese Shirts aus Zugehörigkeit zu dieser einen Band tragen, ganz oft ist eben das noch in der Punk – oder Gothic-Szene zu beobachten und ich finde das SUPER. Ok, in den meisten Fällen kenne ich diese Bands nicht (kann sie auch meistens nichtmal aussprechen) und weiß demzufolge auch nicht, ob deren Aussagen nicht vielleicht bedenklich sind. Aber bleiben wir hier beim Thema Mode und Zugehörigkeit 😉 Es gelingt uns Menschen also, nonverbal bereits zu kommunizieren, wer unsere Gleichgesinnten sein könnten, nämlich Menschen mit ähnlichen Interessen – basierend auf dem, was man gerne trägt.

Mode & Autorität

Dieses Phönomen kenne ich aus meiner eigenen Berufserfahrung ganz gut: sobald Männer gestriegelt in Anzügen oder Damen in hübschen Kostümchen und mit hohen Schuhen (mein Gott – ich würde am Tag 1000 Tode MINDESTENS sterben, müsste ich den ganzen Tag mit diesen Bandlreißern herumlaufen) im Büro herumsausen, dachte ich mir automatisch “ui, der/die hat was drauf, bestimmt mehrere Mastertitel im Gepäck” oder “er/sie ist bestimmt voll tough und durch nichts aus der Ruhe zu bringen”. Kennt ihr das auch? Mit dieser Kleidung assoziieren viele von uns Autortität und Kompetenz. Wenn man sich nicht gerade selbst so kleidet (welcome to my world), dann kann es passieren, dass man schnell mal eingeschüchtert ist. Zumindest war das bei mir oft der Fall! Das war mir aber meist auch relativ schnell wieder egal, denn ich persönlich hatte nie wirklich die Intention, irgendwann mal eine Führungsperson zu werden. Damit würde ich mir ins eigene Flesich schneiden, denn ich möchte niemanden verletzen und wenn ich dann mal jemanden schimpfen müsste, weil er oder sie nun mal Scheiße gebaut hat, würde ich davor höchstwahrscheinlich aufgrund akuter Atemnot kollabieren und aus dem Leben scheiden 😂
Naja, lassen wir meine dramatische und etwas überzogene Phantasie mal beiseite… Was ich mir aus oben Beschriebenem hergeleitet habe? Es hat schon seine Gründe, warum Anwälte/Richter/Notare meist hochwertige Anzüge tragen: durch genau diesen Anzug wird unbewusst das Ego gesteigert und man fühlt sich automatisch sicherer. Das Gegenüber hat (in den meisten Fällen) auch automatisch ein höheres Respektsgefühl und sagt oder tut vielleicht gewisse Dinge nicht, die er oder sie normalerweise eben schon sagen oder tun würde. Macht das Sinn, was ich da versuche zu sagen? Dasselbe gilt auch für Frauen und hohe Schuhe: sobald Frau diese Geräte trägt, fühlt sie sich automatisch selbstsicherer (vorausgesetzt, sie kann auch damit gehen und sieht nicht aus, als hätte sie sich vor 4 Sekunden alle möglichen Bänder, die der Fuß so hergibt, gerissen) und schwingt bewusster ihre Hüften. Eh kloa: hohe Schuhe zaubern einfach schönere Beinchen, man ist größer, erhabener und es sieht eben einfach gut aus. SEXY eben. Ja, mit manchem Modell auch ein bisschen billig und dann weniger sexy, aber wie sage ich immer: jedem das seine/ihre 😉.

Mode & Selbstbewusstsein

Die für mich wichtigste und zugänglichste Kunst der Mode ist, dass man sich durch das, was man trägt, besser/schöner/selbstsicherer fühlt. Denn wenn man sich in seinem Outfit selbst gut und schön findet, dann strahlt man genau das auch automatisch aus. Ist das nicht ein herrliches Gefühl? Also, ich liebe es! Und genau dieses Gefühl ist der Hauptgrund, warum mein größtes Hobby eben nicht Kochen, Sporteln oder Lesen, sondern die Mode ist. Wie ich euch ja bereits mal erzählt habe, litt ich jahrelang unter Depressionen und Selbstzweifeln. Irgendwie machte ich mich immer kleiner, als ich war. Ich war noch nie der Typ Mensch, der gerne mit Freundinnen all das besprach, was in mir so vorging. Meine Eltern blieben also von horrenden Telefonrechnungen, die teilweise bei meinen Freundinnen wahre Familienstreiterein auslösten, verschont. Ich beschäftigte mich viel lieber mit der Mode: ich nahm mir Teile aus meinem Kasten und kombinierte sie wild miteinander. Je mehr ich das tat, desto selbstsicherer wurde ich – denn ich fühlte mich wohl in dem, was ich trug. Heute betrachtet, hätte ich mich als meine Mama manchmal sogar zuahuse eingesperrt, denn ich sah wirklich auch oft aus wie ein völlig verrückt gewordener Clown 🤡 Doch sie ließ mich – zwar oftmals mit Kopfschütteln, ABER sie ließ mich! Ich für meine Person konnte mir damit ein riesen und vor allem immens wichtiges Schutzschild aufbauen – das benötigte ich auch, denn eine meine Klassenkameradinnen aus dem Gymnasium fing an, mich zu mobben. Anfänglich nur ein bisschen, bis hin zu, dass mir Dinge nachgesagt wurden, die ich niemals angestellt hatte bzw.ich eine absolute Lachnummer war. Was für eine harte Zeit und wenn ich in meinem Leben jemanden wirklich verachte, dann ist es sie. Clara, falls du das hier jemals lesen solltest, this goes out to you, bitch! Du hast mich zwar verletzt, aber in Wahrheit nur stärker werden lassen. Ällabätsch, einigschissn – dein Plan ist nicht aufgegangen!
In dieser harten Zeit wurde die Mode noch wichtiger für mich – denn egal, was Clara sagte oder wieder wie eine Verrückte gegen mich unternahm, ich wusste, dass ich mir Sicherheit durch meine Kleidung verschaffen konnte und somit nicht untergehen würde. Und so war es auch!

Leider ist das mit dem “ich zieh mir an, was mir gefällt – mir doch egal, was andere denken” nicht immer ganz so leicht umgesetzt wie es gesagt ist. Zumindest für mich nicht. Doch es wird immer besser und warum sollte ich mir mein positives Gefühl zu mir selbst nehmen lassen, nur weil andere eben nicht mutig genug sind, genau das für sich selbst zu tun? Und genau das könnt ihr auch: probiert es aus! Ihr werdet mit Sicherheit Blicke ernten, die nicht unbedingt immer Positives bedeuten 🙊. Ihr werdet – vor allem aus dem Familien – und Bekanntenkreis – bestimmt auch Aussagen hören wie “als was bist du denn heute verkleidet” oder “so gehst du raus”? JA! Denn sie sind eben nicht mutig genug, ihr aber schon 🤗. Ein geiles Gefühl, das verspreche ich euch!

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen!

Ich drück euch fest, meine Schönen! Bis bald!

☆ bun_themup ☆

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